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Aktuelle Meldungen und Börsenberichte der ARD
Wirtschaftsnachrichten bei Spiegel Online
Marburg, 22. Januar 2012
Im letzten Quartal des Jahres hatten sich nicht nur die Aktienmärkte an die schlechte Nachrichtenlage gewöhnt und zeigten leichte Erholungstendenzen.
Marburg, 5. Juli 2011
Pflegefall, das unterschätzte Risiko
„Kann ich meinem Mann die Hand für die Pflegevollmacht führen, wenn er´s nicht mehr kann?“ und „ist es noch möglich eine Pflegeversicherung jenseits der 65 abzuschließen? „ waren einige der Fragen von über 50 interessierten Zuhörern im Biedenkopfer Lahnaue Seniorenzentrum des DRK.
Beantwortetet wurden diese nach Präsentationen von Christina Endes als spezialisierte Anwältin für Erb- und Familienrecht, Karsten Hoffman und Frank Wehrmann als Pflegespezialisten sowie Rüdiger Belz als Leiter des hiesigen DRK-Zentrums.
Nur 10% halten eine Absicherung für den Pflegefall für „sehr wichtig“, so eine aktuelle Studie. Wie vielen dagegen der Pflegefall und die damit verbundenen Kosten drohen, zeigten Karsten Hoffmann und Frank Wehrmann in ihren Präsentationen.
Erstaunt vernahmen die Teilnehmer, dass bei den über 60-jährigen heute schon jeder zwölfte pflegebedürftig ist, sogar jeder Dritte (meistens ist es jede Dritte) der über 80-jährigen ist heute pflegebedürftig. In Zahlen sind das heute schon über 2,2 Mio. Deutsche und wenn wir den Hochrechnungen glauben dürfen, verdoppeln sich die Zahlen und damit auch der Bedarf an Pflegeplätzen und Kosten.
Apropos Kosten: Diese erreichen mit durchschnittlich 130.000 € bei stationärer Pflege mittlerweile den Wert eines Eigenheimes in Biedenkopf.
Wer zahlt und wie ich regele meine Wünsche rechtlich sicher?
Dies stellte Christiana Endes der Kanzlei BÄUMNER&ENDES in ihrem ausführlichem Vortrag da. Besonderes Interesse fand das Schonvermögen, was bleibt mir und wie viel darf mir das Sozialamt von meinem Einkommen und von meinem Vermögen für die Pflegekosten meiner Eltern abnehmen. sowie welche Freibeträge kommen für ich in Frage. Die ausführliche Berechnung zeigt, dass „normale“ Einkommen und Vermögensverhältnisse wenig zu befürchten haben. Das Vermögen des zu Pflegenden hingegen wird natürlich herangezogen. Genauere Daten finden sich u.a. auf der Internet Seite der FinanzSozietät Marburg.
Mindestens so wichtig wie das Thema Geld ist, WER darf WANN WAS entscheiden wenn aus Mensch Patient wird. Frau Endes ging hier auf die Unterschiede zwischen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung ein.
Als sicher und schnell im Falle des Falles stellte sie die notarielle Beurkundung dar. Der Wunsch des Patienten liegt dann zentral im Berliner Vorsorgeregister, Krankenhäuser und Ärzte haben hier einen schnellen und direkten Zugriff auf seinen Willen. Auch bei Unfällen wird so eine zeitaufwändige Recherche erspart. Der Gang zum Notar erweist sich mit einer kleinen dreistelligen Summe günstiger als von den Zuhörern befürchtet.
Frank Wehrmann, der sich tiefgehend mit dem Pflegethema und seiner finanziellen Absicherung in den letzten Jahren beschäftigt, zeigte die unterschiedlichen Möglichkeiten der privaten Absicherung auf. Möglich ist es, eine Pflegerente, ein Pflegetagegeld oder die Pflegekosten zu versichern. Dass der Teufel im Detail stecken kann, analysierte er beim Vergleich der unterschiedlichen Tarife.
Bürgermeister Joachim Thiemig und Dirk Balzer als Stadtverordnetenvorsteher würdigten am Ende der Veranstaltung die wichtige Aufklärungsarbeit für dieses zunehmend wichtigere Thema. Aufgrund des hohen Interesses wird die FinanzSozietät im Herbst einen weiteren Infoabend anbieten.
Marburg, 12. April 2011
1.834 Ersties hat es im Sommersemester 2011 an die Uni gezogen. Nach dem Allzeithoch im Wintersemester bleibt die Studentenzahl weiter bei über 21.000. Die Attraktivität der Universitätsstadt bleibt damit unverändert hoch, unsere alte Stadt sieht jung aus und entwickelt sich dynamisch, Kneipen, Kino, Vermieter und das Stadtsäckel freuen sich.
Marburg, 6. April 2011
Marktentwicklungen der letzten drei Monate
Positive Beiträge lieferten im ersten Quartal lediglich europäische Aktienmärkte. Die ebenso positiven Zahlen aus Amerika wurden vollständig durch die EURO Stärke aufgezehrt. Hingegen gaben die sog. Emerging Markets wegen aufkommender Inflationssorgen nach und auch die vermeintlich sicheren Staatsanleihen verloren aufgrund der Zinssteigerungen an Boden. Rohstoffpreise und auch Edelmetalle erklommen neue Höhen. Durch den Dollarverfall wirken diese in Euro aber gebremst.
Atomangst in Japan hält die Welt in Atem
Das schwerste jemals gemessene Erdbeben in der Geschichte Japans und der darauf folgende Tsunami beschreiben das wohl verheerendste Ereignis des letzten Quartals. In der Spitze verlor der japanische Leitindex Nikkei bis zu 18% seines Wertes. Zurückzuführen war die starke Korrektur vor allem auf die angespannte Lage im Atomkraftwerk Fukushima. Die Angst vor einem Super-Gau führte nicht nur in Japan zu Panikverkäufen, sondern auch weltweit. So verlor beispielsweise der DAX am Dienstag nach dem Beben zwischenzeitlich bis zu 5,5%. Aktuell haben sich die weltweiten Aktienmärkte wieder ihrem Niveau von vor der Krise in Japan angenähert, was dafür spricht, dass Nachrichten aus Japan zurzeit keinen großen Effekt auf die Märkte haben. Dies könnte sich schnell wieder ändern, sobald die wirtschaftlichen Konsequenzen absehbarer sind.
Krise im Mittleren Osten treibt den Ölpreis
Seit Jahresbeginn kennt der Preis für Öl nur noch eine Richtung: steil nach oben. Zeitweise stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf über 116 USD und der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI auf über 105 USD. Somit wurde Öl innerhalb weniger Wochen um mehr als 20% teurer. Zurückzuführen ist der starke Anstieg vor allem auf die unsichere Lage in Libyen und die Furcht vor einem Übergreifen der Unruhen auf andere Ölförderstaaten in Nordafrika und in Nahost, insbesondere auf Saudi-Arabien.
Kehrt die Inflation zurück?
Aufgrund der deutlich gestiegenen Inflationserwartungen in China und anderen Entwicklungsländern und der hohen Rohstoffpreise steigen nun auch die Verbraucherpreise in Deutschland wieder über 2% an. Die Kerninflationsrate jedoch bleibt weiter sehr niedrig. Dennoch veranlasste dies jüngst den Präsidenten der EZB, Jean-Claude Trichet, darauf hinzuweisen, dass eine "hohe Wachsamkeit" angebracht sei und kündigte relativ deutlich einen bevorstehenden Zinsschritt an. Zurzeit liegt der Leitzins noch bei einem Prozent.
Die meisten Deutschen erwarten und befürchten, dass aus dieser Gemengelage eine nie dagewesene Inflation entstehe und vertrauen dem Euro sowieso nicht. Tatsächlich lag die Inflationsrate des Euro seit Bestehen im Durchschnitt bei 1,7%, während die als viel stabiler geltende DM im Schnitt 2,9% Geldentwertung zuließ. Ob unter den gegebenen demographischen Bedingungen langfristig überhaupt nennenswerte Inflation in Europa und insbesondere Deutschland zu befürchten ist, scheint noch nicht ausgemacht. Die derzeit steigenden Raten sind Folge einer importierten Inflation, die kaum mit Zinsanhebungen durch die EZB zu bekämpfen ist. Umgekehrt könnte das Ende der langjährigen Lohn- und damit Preiszurückhaltung in Deutschland eine Teillösung für die europäische Schuldenkrise sein. Die geringe Kaufkraft in Deutschland auch gegenüber den Europartnern führte zu den jetzt beklagten Ungleichgewichten. Denn stärker anziehende Preise und damit auch Löhne in Deutschland verringern die Wettbewerbsnachteile der Peripherieländer Europas, was deren Schuldenzahlung erleichtert.
Fazit und Ausblick
Selten gab es so viele negative Faktoren für die Aktienmärkte – was gleichzeitig zumeist positive Faktoren für Rentenmärkte sind - wie derzeit. Atomar verstrahlte Landesteile in Japan, Verschärfung der Krise in einigen Euroländern (Griechenland, Irland, Portugal), Ölpreise jenseits von 120$/Barrel, Zinserhöhungen in den Schwellenländern zur Eindämmung der Inflation und jetzt auch Zinserhöhungen in der Eurozone implizieren eigentlich fallende Aktiennotierungen. Zudem lauert weiter die längst nicht ausgestandene Finanzkrise in den Büchern der Banken und in den Haushalten der Staaten mit noch ungewissem Ausgang. Doch die Märkte halten sich nicht an die erwarteten Regeln, denn Aktien steigen und Renten fallen weiterhin. Wie lange noch?
Flexibilität in der Vermögensanlage wird immer wichtiger, gerade dann wenn eingeübte Regeln nicht mehr greifen. Unser Multi-Asset-Konzept hat sich hier sehr bewährt und wir arbeiten täglich an der Verfeinerung.
Marburg, im April 2011
Hartmut Leinweber
Marburg, 15. März 2011
Japan und die Konsequenzen
Schockierende Bilder und unendliches Elend zeigen die Bilder aus Japan. Unser Mitgefühl gilt den Opfern der 3 Katastrophen, des gewaltigen Erdbebens, des Tsumani und des Super-GAU in mindestens einem AKW.
Viele Kommentare sprachen von „völlig nicht vorhersehbaren Ereignissen“. Wirklich?
An Erdbeben sind Japaner gewohnt, für Tsunamis haben sie das beste Vorsorgesystem der Welt, nicht weiter gedacht haben sie, als in einem Erdbebengebiet an der Küste AKW´s gebaut wurden. Die logische Kette: Erdbeben -> Tsunami -> Ausfall von Infrastruktur ( Generatoren, Stromnetze, Verkehr etc. ) wurde nicht zu Ende gedacht.
Unjapanisch ist es Panik zu zeigen, Panik als Schlagzeile ziert die Beschreibung der Medien heute für die Finanzmärkte.
Besteht Grund für Panik?
Wie bei allen Katastrophen wird risikoavers zunächst einmal Alles von „zittrigen Händen“ (wie Kostalany sie nannte) verkauft.
Erst später wird dann genauer hingesehen, analysiert was eigentlich passiert ist und welche Auswirkungen das auf welche Investments hat.
Für Japan könnte sich der Aufbau der Infrastruktur (Transport, Energie), Häuser, Industrie etc. im eher landwirtschaftlich geprägten Nord-Osten wie nach dem Beben in Kobe 1995 sogar als positiv erweisen. Japan hat trotz einer hohen Staatsverschuldung hinreichend Geldreserven (japanische Investoren sind mit USD 3 Billionen die weltweit größten Gläubiger überhaupt) für den eigenen Wiederaufbau.
Problematisch und nicht abschätzbar sind allerdings die Konsequenzen des Super-GAU.
Wir gehen für Japan zunächst von einer reduzierten Wirtschaftsleistung und sinkenden Bewertungen des Marktes aus.
Die Auswirkungen für unsere Anleger sind beschränkt, kein Anlegerdepots enthält eine Japanpositionen jenseits von 3% bezogen auf das Gesamtdepot.
Auf längere Sicht könnte sich Japan, das im Bereich Erneuerbarer Energien bisher schon eine bedeutende Rolle gespielt hat, durch eine massive Umstellung seiner Energieinfrastruktur sogar in eine Vorreiterrolle begeben. Ab 2020 wissen wir mehr.
Der DAX zeigt gestern und heute eine heftige aber nicht panische Reaktion mit einem Minus von etwa 6%. Den Verlusten bei Versicherungen, Energieversorgern etc. stehen auf der Seite der erneuerbaren Energien (siehe TecDAX) zweistellige Gewinne gegenüber.
Viele Depots, die Japan enthalten, sind auch im Bereich erneuerbare Energien investiert - eine sinnvolle Diversifikation.
Wir sehen weder einen Grund für Panik, noch sollte man heute oder morgen verkaufen.
Wer gewusst hat, was in Japan passieren würde, hätte bis zum 11. März verkauft haben sollen.
Unser Ausblick
Neben dem Thema Erneuerbare Energien wird das Thema Rohstoffe interessant bleiben, nicht nur Japan braucht eine Energiealternative.
Für ein Direktinvestment halten wir den Zeitpunkt noch nicht für gekommen, in anderen Märkten kann sich das allerdings in den nächsten Tagen schon ändern.
Marburg, 6. September 2010
Marburg baut
Die UniStadt Marburg zieren so viele Baukräne wie in den ganzen letzten Jahrzehnten nicht mehr. Ca. 700 Mio. Euro werden bis 2016 investiert. Für Marburg-Besucher, die mit der Bahn anreisen ist die Großbaustelle der DVAG die augenfälligste Baustelle. Rund 50 Mio. Euro investiert der Marburger Chef des Strukturverkaufes in Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude.
Unauffälliger - hinterm Berg in Richtung Westen entsteht ein Impfwerk von Novartis für etwas 170 Mio. Euro, Siemens und CSL Behring investieren am gleichen Standort ebenfalls einige Millionen Euro pro Jahr.
Auf den Lahnbergen gegenüber ist das neue Partikeltherapie-Zentrum für über 105 Mio. Euro der Rhön AG (Betreiber der Uni-Kliniken Marburg und Giesen) fast fertig, 2011 wir eröffnet.
Wenige hundert Meter südlich reißt die Uni die Chemie ab und baut neu. Glas-Betonbauten der 60er haben scheinbar nur eine geringe Halbwertzeit. Der Neubau wird etwa 120 Mio. Euro kosten.
Ein erster Schritt in Richtung Campus Universität erfolgt mit dem Neubau der UB im Zentrum ab 2012. Projektiert sind 120 Mio. Euro.
Die Stadt selbst baut gerade Straßen, Radwege und Schulen aus. Gut 150 Mio. Euro gibt OB Vaupel, allein von 2009-2011 aus.
Marburg baut an einer noch attraktiveren Stadt.
Marburg, 30. August 2010
„Verluste zu vermeiden ist wichtiger als Gewinne zu erzielen.“ ist Leo Willerts klare Philosophie und damit hat der Österreicher im C-Quadrat ARTS Total Return Global-AMI großen Erfolg
Der Name scheint gut gewählt: ARTS hat Leo Willert seine Anlagestrategie getauft – die Kunst des Handelns. Mit dem Trendfolgesystem ist dem Manager das Kunststück gelungen, beim Vergleich der Dachfonds über einen Zeitraum von fünf Jahren gleich mehrere Vehikel auf den vorderen Rängen zu platzieren. Sowohl fünf Fonds von C-Quadrat tummeln sich unter den Top Ten ihrer jeweiligen Kategorie als auch drei RAM-Fonds, die vom Deutschen Ring initiiert wurden und ebenfalls Willerts Trendfolgesystem nutzen.
Der C-Quadrat ARTS Total Return Global-AMI führt die Kategorie der gemischten Dachfonds an. „ARTS ist ein rein quantitatives Handelssystem, bei dem alle Entscheidungen mathematischen Regeln folgen“, erklärt der Manager. „Subjektive Entscheidungen eines Fondsmanagers gibt es nicht.“ Der Investmentprozess vollzieht sich in zwei Stufen. Im ersten Schritt berechnet das System die Aktienquote des Fonds. Aktuell liegt sie beim CQuadrat ARTS TR Global bei 70 Prozent.
Die Berechnung erfolgt anhand des MSCI World. 56 Länder und 14 Branchen des Weltaktienindex werden untersucht und verschiedene Zeiträume betrachtet. So ermittelt das System, in welcher Kondition sich der Markt befindet. Erkennt der Computer einen Aufwärtstrend, erhöht er die Aktienquote. „In langen Aufwärtsphasen liegt die Aktienquote bei durchschnittlich 80 Prozent“, sagt Willert.
In langen Abwärtsphasen reduziert der Fonds die Quote nach und nach. Auf diese Weise können lange und starke Verlustphasen vermieden werden. Kurzfristigen Rückgängen kann der Fonds allerdings nichts entgegensetzen. „Das ARTS-System kann Marktbewegungen nicht vorhersehen, es folgt lediglich einem Trend“, sagt Willert. „Es steigt also immer etwas zu spät aus einem fallenden Markt aus und immer etwas zu spät in einen steigenden Markt ein.“ Mit dieser Einschränkung kann der Manager aber leben.
Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie gut das System funktioniert. „Wir wollen Trends, an die sich jedermann erinnern kann, zu einem großen Teil mitmachen.“ Der Aufstieg des Neuen Markts sei beispielsweise ein solcher Trend gewesen. Im zweiten Schritt des Investmentprozesses wird bestimmt, in welchen Bereichen die höchsten Zuwächse zu erwarten sind. Anschließend engagiert sich der Dachfonds in den trendstärksten Länder und Branchen, indem er die aussichtsreichsten Zielfonds auswählt. Der Ausstieg aus einem Fonds erfolgt unter einer von drei Bedingungen: In einem anderen Land oder Sektor zeigt sich ein stärkerer Trend, das Vehikel erreicht seine Stop-Loss-Grenze oder das System empfiehlt eine generelle Reduzierung der Aktienquote. „In diesem Fall wird von allen Positionen diejenige entfernt, die den schwächsten Trend aufweist.“
Fazit: Um langfristig Gewinne zu erzielen, will der C-Quadrat ARTS Total Return Global längere Verlustphasen vermeiden. Der Dachfonds setzt dazu auf ein Trendfolge- Modell, das die Aktienquote zwischen 0 und 100 Prozent festlegt. Bislang mit Erfolg.
Marburg, 16. Juni 2010
Droht eine Mega-Inflation? Manche fürchten das tatsächlich - und kaufen massenweise Gold. Wie sicher ist was? "Finanztest" hat nachgerechnet....
In Krisenzeiten bangen die Anleger um ihr Geld: Statt Rendite ist jetzt vor allem Sicherheit gefragt. Aber wo kann man sicher investieren? Und was muss man beachten, wenn man eine hohe Inflation erwartet, die das eigene Vermögen auffressen könnte?
Die Zeitschrift "Finanztest" hat Anlageformen untersucht, die als inflationssicher gelten.
Analysiert wurde dabei die Entwicklung der vergangenen 40 Jahre. Konkret ging es um folgende Möglichkeiten:
Aktien: Die Papiere entwickelten sich in den vergangenen Jahren unabhängig von der Inflation und boten zudem die höchsten realen Renditen. Ihr Wert schwankte aber stark. Die reale Rendite entspricht in etwa der nominalen Wertentwicklung abzüglich der Inflationsrate.
Anleihen: Den kurzfristig zuverlässigsten Inflationsschutz boten einjährige Bundesanleihen. Mit ihnen lagen Anleger nach Abzug der Inflation so gut wie immer im Plus. Über die gesamten 40 Jahre betrachtet waren die Renditen im Vergleich mit den anderen Anlageformen aber die geringsten.
Gold: In Zeiten höherer Inflationsraten gab es hier starke Preisausschläge. Wer einen guten Einstieg erwischte, konnte hohe Renditen mit dem Edelmetall erzielen. Möglich waren aber auch hohe Verluste.
Bemerkenswert: Aktien verloren zeitweise sogar nominal an Wert - trotz Inflation. Anfang der siebziger Jahre, zur Zeit der ersten Ölkrise, betrug die Inflationsrate im Schnitt 5,9 Prozent, deutsche Aktien verzeichneten in dieser Zeit aber ein Minus von 3,1 Prozent pro Jahr.
Sicherer sind da kurzlaufende Bundesanleihen. Ihre reale Wertentwicklung - also unter Berücksichtigung der Inflation - lag in der untersuchten Zeit meist über null. Dass kurz laufende Papiere einen besonders guten Schutz bieten, liegt daran, dass Anleger sich ohne große Kursverluste mit immer neuen Papieren dem höheren Zinsniveau anpassen.
Gold gilt als sicher, doch der Preis schwankt stark
Wieder anders ist es bei Gold. Wenn es stimmt, dass Anleger eine Inflation am besten mit Gold überstehen, müsste der Goldpreis besonders stark zulegen, wenn die Inflationsrate steigt. "Finanztest" hat das an den drei Phasen hoher Inflationsraten überprüft, die es in Deutschland seit den siebziger Jahren gab. Als sich die Inflation Anfang der siebziger Jahre und Anfang der achtziger Jahre stark beschleunigte, stieg tatsächlich auch der Goldpreis. Gleichzeitig vergrößerten sich aber auch die Kursschwankungen. Das zeigt, dass Gold keineswegs eine sichere Anlage ist.
Anfang der siebziger Jahre stiegen die Goldpreise noch gemeinsam mit den Inflationsraten. Anfang der achtziger Jahre verteuerte sich das Gold dann vor allem zu Beginn der Hochinflationsphase. Als die Inflationsraten ihren Höhepunkt erreicht hatten, fiel der Goldpreis schon wieder. In der dritten Phase hoher Inflationsraten, Anfang der neunziger Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, reagierte der Goldpreis deutlich schwächer.
Was Anleger beruhigen dürfte: Laut "Finanztest" gibt es ohnehin keinen Grund zur Panik. Die Experten betonen, dass volkswirtschaftliche Indikatoren derzeit nicht für eine hohe Inflation sprächen. Anleger sollten ihre Geldanlage deshalb nicht völlig umkrempeln und sich vor allem von dubiosen Anbietern keine Angst einreden lassen.
Mehr finden sie hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,700854,00.html
Marburg, 1. Juni 2010
Besserverdienende und Fondsbesitzern schließen zu 97% erst nach einer Beratung Verträge ab. Ob Honorarberatung oder Gebührenmodell - bei der FinanzSozietät entscheiden Sie.
Im Labyrinth der Geld-Anlage setzen die Deutschen auf Beratung – und dies sogar dann, wenn sie viel davon verstehen: Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, mit der TNS Finanzforschung 5000 Privatanleger aus fünf Ländern befragte. Danach halten 91% der befragten Deutschen eine Beratung für sehr wichtig. Unter den Besserverdienenden und Fondsbesitzern sind es sogar 97%, die erst nach einer Beratung Verträge abschließen. "Es scheint so als hätte die Do-it-yourself-Variante bei der Anlage in Fonds an Bedeutung verloren", stellt Karin Kleinemas, von Axa IM fest. "Durch die Krise sind die Menschen vorsichtiger geworden und nehmen bei der Anlageentscheidung wieder eher professionellen Rat an."
Allerdings hat die Krise auch den Blick auf Unabhängigkeit gelenkt. Die Mehrzahl der Deutschen (54 Prozent) favorisieren nämlich die Honorarberatung und ziehen diese den klassischen Fondsgebühren (42 Prozent) vor. So würden jeweils 58 Prozent der Frauen sowie jüngeren Anleger und 56 Prozent der Besserverdienenden lieber für eine fundierte Beratung bezahlen als regelmäßig Fondsgebühren. Dass eine gute Beratung bares Geld wert ist, haben die Verbraucher erkannt: 78 % der Deutschen würden lieber für die Beratung zahlen, wenn dafür die Fondsgebühren wegfielen.
Marburg, 28. Mai 2010
Das Wachstum in Indien und China ist enorm. Sind steigende Immobilienpreise der Start einer Blase? Die Fondsmanager Anna Ho und Parameswara Krishnan beleuchten Chancen und Risiken
China und Indien sind die größten aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien und zählen zu den aussichtsreichsten Schwellenländern weltweit. Ihre Wirtschaft wächst stark, und der Lebensstandard vieler Bürger steigt. Die Hongkong-Chinesin Anna Ho und der Inder Parameswara Krishnan lenken gemeinsam den Aktienfonds Carlson Asian Small Cap. Für diesen suchen sie in ganz Asien nach aussichtsreichen Nebenwerten.
Frau Ho, Chinas Wirtschaft boomt trotzdem warnen Experten vor einer Blase.
Anna Ho: Diese Sorgen halte ich für übertrieben. Ich sehe in China keine Blase.
Viele Anleger werten als Indiz für eine Fehlentwicklung, dass die Immobilienpreise in astronomische Höhen steigen.
Ho: Es stimmt zwar, dass die Preise für Luxushäuser in Großstädten stark und schnell gestiegen sind. Aber ich kann an dieser Entwicklung nichts Schlechtes entdecken. Denn keiner der an diesen Geschäften Beteiligten nutzt hohes Fremdkapital – weder die Immobiliengesellschaften noch die Banken oder die Käufer. Wenn kapitalstarke Investoren überteuerte Immobilien kaufen, ohne sich dabei zu verschulden, sollen sie das tun. Zur Bildung einer Blase führt das nicht.
Sie blicken also optimistisch in Chinas Zukunft?
Ho: Ja, ich sehe das Land in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, die für Jahrzehnte anhalten dürfte. Der Trend zur Privatisierung wird sich fortsetzen. Die Unternehmen arbeiten immer effizienter und steigern ihre Profitabilität. Chinas Wirtschaft wächst mit zehn bis zwölf Prozent im Jahr, und die Chancen stehen gut, dass das so weitergeht.
Herr Krishnan, muss Indien neidisch sein auf Chinas Wirtschaftswachstum?
Krishnan: Indiens Wirtschaft wächst immerhin mit rund 7% jährlich – das ist nicht gerade wenig. Aber es ist zugegebenermaßen nicht genug für Indien, um sein drängendstes Problem, die weitverbreitete Armut, zu lösen. Ein Wachstum von acht bis zehn Prozent wäre wünschenswert.
Kann Indien dieses Wachstum in den kommenden Jahren erreichen?
Krishnan: Ja, Indien wird noch stärker wachsen. 8 -9 % sind in nächster Zeit realistisch, und in spätestens 5 Jahren sollte Indien dank hoher Produktivitätssteigerungen auf 10% kommen.
Was kann die indische Regierung tun, um für Wachstum zu sorgen?
Krishnan: Ihr Einfluss ist begrenzt. Sie kann nur die grobe Richtung vorgeben, in die sich die Wirtschaft entwickeln soll. Das ist anders als in China. Dort kann die Regierung sagen: „Dieses und jenes hat zu passieren“, und dann geschieht es.
Frau Ho, ist die sozialistische Regierung in China gut oder schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes?
Ho: Beides. Sie handelt meist entschlossen und hat das hohe Wachstum bislang sicher im Griff. In China hat sich der Lebensstandard für die breite Masse deutlich verbessert. Auf der anderen Seite kann die Abhängigkeit von der KP auch Probleme bereiten. Sollte Premierminister Wen Jiabao plötzlich ein unerwartetes neues Programm verfolgen, kann das die Wirtschaft negativ beeinflussen.
Wie beurteilen Sie die Aktienchancen in China?
Ho: Anleger sollten auf Investmentthemen setzen. So steht zum Beispiel die Industrie unter einem starken Konsolidierungsdruck. Wer rechtzeitig auf die Gewinner dieses Prozesses setzt, profitiert langfristig davon. Ein weiteres Thema ist sicher der aufstrebende Mittelstand. Durch veränderte Konsumgewohnheiten ergeben sich neue Marktchancen.
Trotz der guten Voraussetzungen haben die Börsen in China zuletzt geschwächelt.
Ho: Angesichts der starken Kursanstiege 2009 sind Gewinnmitnahmen in diesem Jahr verständlich. Auch die Sorgen um eine strengere Geld- und Fiskalpolitik der Regierung dürften eine Rolle spielen. Ich bin aber zuversichtlich, dass das Jahr im Plus abschließen wird, da auf Unternehmensebene eine starke Berichtssaison zu erwarten ist.
Wo liegen die Chancen in Indien, Herr Krishnan?
Krishnan: Interessant ist der Bereich Infrastruktur. Die Nachfrage nach Zement dürfte wegen der regen Bautätigkeit stark anziehen. Auch der steigende Konsum spielt natürlich eine wichtige Rolle. Hiervon profitieren zum Beispiel Reiseanbieter. Aussichtsreich ist auch der Pharmasektor: Durch den Wegfall von Patenten entstehen große Chancen für indische Generikahersteller.
Marburg, 27. Mai 2010
Mischfonds bieten eine große Bandbreite. Je nachdem, wie groß der Anleihenanteil im Portfolio ist, werden sie vom Fondsanalysehaus Lipper als „konservativ“, „ausgewogen“ oder „flexibel“ eingestuft.
Mischfonds zählen zu den schwierigsten Fondsprodukten, weil die Vielfalt der Anlagestile derart groß ist. Da gibt es Mischfonds, die einen vermögensverwaltenden Ansatz verfolgen. Zu diesen zählt beispielsweise der aktuelle Spitzenreiter in unserer Rangliste der 30 besten Mischfonds mit stabilem Ertrag, der Carmignac Patrimoine der Pariser Fondsboutique Carmignac Gestion.
Mit Trendfolge flexibel in Fonds investierend
Der ETF-Dachfonds P auf Rang 2 wurde von der Veritas in Frankfurt aufgelegt und ist erstmals in unserer Rangliste vertreten, die auf einer Analyse der Wertentwicklung der vergangenen drei Jahre basiert. Da der Fonds Anfang April 2007 aufgelegt wurde, erfüllte er bisher nicht die Voraussetzungen für die Aufnahme in unseren Fondsvergleich.
Der ETF Dachfonds P investiert ausschließlich in börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds oder ETF). Anders als herkömmliche Investmentfonds versuchen ETF nicht, ihren Referenzindex zu übertreffen, sondern sollen ihn so genau wie möglich abbilden. Der ETF-Dachfonds von Veritas kann dabei völlig frei den Anteil von Renten-ETF und Aktien-ETF zwischen null und 100 Prozent variieren.
Deshalb stuft Lipper dessen Anlagestrategie als „flexibel“ ein, während die Fondsanalysten von Morningstar die Strategie dieses ETF-Dachfonds als „aggressiv“ bezeichnet. Lipper wiederum bezeichnet jene Fonds als „aggressiv“, die stets eine Aktienquote von mehr als 65 Prozent und eine Anleihequote von weniger als 35 Prozent halten. Nicht nur Fonds unterscheiden sich in ihren Stilen, sondern auch Fondsanalysten.
Die Tabelle finden sie hier: http://www.faz.net/s/Rub7357EDEB95D04002BD9A469D12116B25/Doc~E6ECFE65714C64E099A9C4F5EA3EB9F2E~ATpl~Ecommon~SMed.html
Marburg, 11. Mai 2010
„Die Schwierigkeit ist nicht neue Denkansätze zu finden, sondern den alten zu entkommen“ - diese Erkenntnis geht auf John Maynard Keynes zurück. Gerade in der Geldanlage gibt es Aussagen, die über Jahre gewachsen sind und die über längere Perioden auch gestimmt haben. Vieles entwickelte sich dadurch zu einer Art Grundgesetz, das vom Anleger nicht mehr hinterfragt wird. Fundamentale Änderungen im internationalen Wirtschaftsgefüge werden oft übersehen und die Depotstruktur entspricht nicht mehr dem aktuellen Weltbild: Sind Emerging-Markets wirklich spekulativer als Industrienationen? Sind Fremdwährungen wirklich nur gefährlich?
Emerging-Markets sind die klaren Gewinner der Finanzkrise
Die Staatsschulden in den sogenannten Industrienationen steigen rasant, während jene von den wesentlichen Emerging- Markets deutlich geringer und zudem stabil sind. Der Wachstumsvorsprung dieser aufstrebenden Märkte wird daher hoch bleiben oder noch höher werden. Eine diversifizierte Geldanlage ohne Anleihen und Aktien aus den aufstrebenden Regionen ist nicht komplett und entspricht nicht mehr der aktuellen Weltordnung. Indien ist nicht riskanter als Spanien. Versuchen Sie daher den alten Reflex, Emerging-Markets sind gleich Risiko, abzulegen. Für die China-Warner: Glauben Sie wirklich, dass der DAX steigt, wenn die Chinesen Probleme bekommen?
Gründe für starken EURO sind nicht mehr vorhanden
Wie sich der EURO im Vergleich zum US-Dollar entwickeln wird ist schwer zu prognostizieren. Die Frage lautet, wer von zwei Schwachen der Schwächere ist. Die Ungleichgewichte innerhalb der EURO-Region sind aber hoch und so mancher Stresstest wird noch kommen. Die Wahrscheinlichkeit ist daher groß, dass der EURO schwach bleibt im Vergleich zu den Währungen aus Asien, zu Emerging-Markets generell oder zu sicheren Häfen wie der Norwegischen Krone. Geprägt von einer jahrelangen EURO-Stärke haben es viele Investoren verabsäumt sich mit anderen Währungen zu beschäftigen. Es darf nachgedacht werden
Sachwerte sollten in jedem Depot vertreten sein
Griechenland ist heute das Thema. Was ist es morgen? Wir wissen es nicht. Ein Detailblick auf die Budgetsituation von Großbritannien, der USA, Japan oder vielen anderen Ländern macht aber nicht unbedingt Mut. Dieser Themenkomplex wird uns daher über Jahre erhalten bleiben. Die Qualität der Geldwerte bleibt daher in Diskussion.
Wir sind verwöhnt von den seit 20 Jahren im Wesentlichen sinkenden Zinsen. Es ist gefährlich dies einfach in die Zukunft fortzuschreiben. Extrempositionen sind zwar nicht angebracht, aber in jedem Depot sollten Sachwerte vertreten sein. Diese sind Gold, Rohstoffe und Qualitätsaktien mit Gütern des täglichen Bedarfs. Haben Sie sich schon positioniert?
Substanzaktien chancenreich
Gerade in Phasen von Krisen in den Staatsbudgets sollten Sie die Chancen von substanz- und dividendenstarken Aktien nicht unterschätzen. Dies zeigt auch ein Blick auf die langjährige Wirtschaftsgeschichte. Exposure in einigen dieser Titel oder mittels entsprechenden Fonds zu erhöhen macht jedenfalls Sinn, zumal gerade bei diesen Unternehmen die Bewertungen derzeit durchaus attraktiv und die Dividenden hoch sind.
Vereinfacht ausgedrückt: Wir essen, wir trinken, wir konsumieren Dinge des täglichen Bedarfs und wir werden immer älter. Nestle, Novartis, Procter & Gamble und viele andere sind unberührt von der Staatsschuldenthematik und profitieren vom Wachstum der Emerging-Markets. Ausgewählte Globale Fonds wie z.B. Carmignac Investissement und M&G Global Basics setzen dies erfolgreich um.
Marburg, 18. Februar 2010
Während die Bausparkassen im Neugeschäft 2009 deutlich verloren haben, sind zudem Baufinanzierungen derzeit teurer als klassische Annuitätendarlehen. Diese Rechnung stellt die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe auf. "Steigen die Zinssätze für Hypothekenkredite in den nächsten zehn Jahren nicht deutlich, lohnt sich Bausparen nicht", sagte Peter Lischke, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Berlin, der FTD. Ein Problem sei auch die Abschlussgebühr. Oftmals übersteige die Gebühr die vom Staat in der Ansparphase gewährte Wohnungsbauprämie.
Marburg, 18. Februar 2010
Wie eine Studie der Ratingagentur Feri in Kooperation mit der Finanzzeitung €uro am Sonntag zeigt, schneiden Fonds unabhängiger Vermögensverwalter häufig besser ab, als die Produkte großer Fondsgesellschaften. So liegen die Vermögensverwalter-Fonds in den drei Kategorien: „globale Aktienfonds“, „europäische Aktienfonds“ und „globale Mischfonds“ im Jahresvergleich vor den Fonds großer Anbieter.
Die Auswertung nennt für den Performancevorsprung der Vermögensverwalter drei Hauptgründe:
Erstens sind vermögensverwaltende Produkte weniger an einen Aktienindex gebunden und können individuelle Anlagekonzepte, wie etwa eine aktive Steuerung des Investitionsgrades, gezielter umsetzen.
Zweitens spezialisieren sich kleine Fonds-Boutiquen häufig auf bestimmte Themen, Regionen oder Investmentstile und haben sich über einen langen Zeitraum eine dazugehörige Expertise geschaffen.
Drittens haben vermögensverwaltende Fonds in aller Regel geringere Mittelzuflüsse und damit weniger mit dem Problem mangelnder Investitionsalternativen und einer daraus resultierenden Verwässerung des Fondsergebnisses zu kämpfen.
Gerade gegenüber dem wachsenden Segment der passiven Indexfonds können die Produkte unabhängiger Vermögensverwalter ihre Stärken ausspielen und sich im Vergleich zu Fonds großer Anbieter stärker differenzieren.
Marburg, 5. November 2009
„Nachhaltige Bewirtschaftung von einer Million Hektar Regenwald“
Lunge der Erde, Kronjuwelen der Natur: es gibt viele Begriffe, die den Regenwald im Amazonasbecken umschreiben. Doch der Regenwald ist in großer Gefahr, denn in in jeder Minute werden Flächen von der Größe von viereinhalb Fußballfeldern - vor allem durch Brandrodungen - zerstört. Seit 1970 sind auf diese Weise 16 Prozent der gesamten Regenwaldfläche verloren gegangen. Vielen Menschen ist deren Bedeutung für das Weltklima immer noch nicht recht bewusst. Pro Hektar bindet der Regenwald circa 1.000 Tonnen CO2. In der Summe sind das 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff oder fast 25 Prozent des weltweiten CO2-Aufkommens. Die Brandrodungen sind somit die Ursache für einen höheren CO2-Ausstoß, als ihn sämtliche Flugzeuge, Schiffe, Autos und LKW´s zusammen bewerkstelligen. Mit der Investition in den Beteiligungsfonds Aquila WaldINVEST III können Sie dieser Katastrophe konkret entgegenwirken:
Je 10.000 € Beteiligungssumme schützen Sie 204 Hektar Regenwald und binden 204.000 Tonnen CO2.
Welche ökonomischen Anreize bietet eine Beteiligung am Aquila WaldINVEST III? Der Fonds investiert in das von internationalen Organisationen und der brasilianischen Regierung unterstützte Amata-Projekt, das das größte Naturschutzprojekt zum Schutz des brasilianischen Regenwaldes wird. Das Projekt besteht zu ca. 55% aus der nachhaltigen Bewirtschaftung des natürlichen Regenwaldes und zu ca. 45% aus der Aufforstung von gerodetem Brachland mit heimischen Baumarten. Aus dieser nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird erwartet, dass der Fonds sehr hohe Erträge generiert. Ab 2014 werden Rückzahlungen von anfänglich 10%, später bis 30% p.a. prognostiziert. Am Ende der Laufzeit noch einmal rund 100%. Die Investition wird zusammen mit international renommierten erstklassigen Investoren (z.B. internationale Pensionskassen, Familiy Offices etc.) umgesetzt.
Insgesamt erwartet Aquila Rückflüsse von 315% vor Steuern binnen 14 Jahren.
Nähere Informationen finden Sie in den links unten. Bitte lesen Sie diese aufmerksam.
WaldINVEST III verbindet somit Ökonomie und Ökologie auf höchstem Niveau.
Be part of the solution...
Aquila WaldINVEST III – Beteiligung am größten Naturschutzprojekt der Welt - PDF-Datei (≈ 14 MB)
WaldINVESTIII-Kurzprospekt (1MB)
Wichtige Hinweise
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Marburg, 17. August 2009
Europas Buffett kommt aus Frankreich
von Christian Kirchner gefunden bei: Börse online
Ausgerechnet François Mitterand hat es Edouard Carmignac zu verdanken, dass er sich zu den besten Fondsmanagern der Welt zählen kann. Weil der sozialistische Regierungschef in den 80ern erhebliche Teile der Geldinstitute verstaatlichte, verzichtete Carmignac auf eine klassische Bankerkarriere - und wurde schwer reich.
Wenn in drei Monaten die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Maueröffnung über die Bühne gehen, wird sich Edouard Carmignac sicher an einen Coup seiner damals frisch gegründeten Investmentboutique Carmignac Gestion erinnern: Das globale Portfolio des französischen Fondsmanagers hatte Ende 1989 ein Fünftel seines Vermögens in deutschen Bau- und Infrastrukturwerten angelegt. Carmignac ahnte, wie euphorisch die Börse auf eine mögliche Wiedervereinigung reagieren würde. Während eines Skiausflugs im schweizerischen Zermatt erreichte ihn dann die gute Nachricht - die deutschen Bauaktien brachten binnen sechs Monaten einen Zugewinn von rund 50 Prozent.
Dem großen Wurf folgten viele weitere nach immer gleichem Muster: Statt sich nur mit Umsätzen, Gewinnen und Bewertungen einzelner Firmen zu beschäftigen oder danach zu trachten, einen Vergleichsindex um einige Prozentpünktchen zu schlagen, begibt sich Carmignac auf die Suche nach den großen, strukturellen Trends. Danach richtet er dann die Auswahl von Aktien und Anleihen.
Fondsmanager Edouard Carmignac
Das Konzept geht auf. Carmignacs Fonds gehören seit Jahren zu den besten ihrer Kategorie und verwalten 22 Milliarden Euro. Der gelernte Börsenhändler gehört inzwischen zur Elite der weltweiten Fondsmanager: Seine größten Portfolios - die bereits 1989 aufgelegten Flaggschifffonds Carmignac Patrimoine und Carmignac Investissement - sind seit Auflage in starken wie auch in schwachen Börsenphasen besser als der Markt. Unter den aktiv gemanagten Produkten ist das eine echte Ausnahmeerscheinung.
Um ein Haar wäre Carmignac in einer klassischen Bankerkarriere stecken geblieben: 1981 erhielt er kurz vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich das Angebot, für eine französische Großbank eine Top-position im internationalen Geschäft zu besetzen. Die Wahl gewann der Sozialist François Mitterrand, der dann kurzerhand weite Teile des französischen Bankensystems verstaatlichte.
Aus Angst, als eine Art Beamter zu enden, ließ Carmignac den Posten sausen. Bald darauf drehte er der Bankenszene den Rücken, um als Broker und Vermögensverwalter zu arbeiten. Und um Carmignac Gestion zu gründen, eine Fondsgesellschaft, an der er heute noch 70 Prozent der Anteile hält.
Unternehmerischer Mut kennzeichnet auch das Management seiner Fonds. Glaubt man Finanzwissenschaftlern, kann ein Anleger langfristig durch ein Rein und Raus aus dem Aktienmarkt nicht besser abschneiden als ein Index. Carmignac liefert das Beispiel dafür, dass Theorie und Praxis zwei Paar Schuhe sind. "Wir sind in jeder Hinsicht unabhängig und können uns so jederzeit eine eigene Meinung leisten", sagt er. Mit seinen Fonds setzt er früh auf Trends wie den Schwellenländerboom und Rohstoffe, steigt aber konsequent aus, wenn Kurseinbrüche drohen. Und die hat er in den vergangenen Jahren stets richtig vorhergesehen.
Zuwachs von 136 Prozent
Treffsicher agierte er auch in der Finanzkrise. Schon vor zwei Jahren arbeitete Carmignac mit niedrigen Aktienquoten. Im Mischfonds Patrimoine sank der Anteil zum Jahresende 2008 gar auf null. Pünktlich zum erneuten Kursanstieg ab März war der Fonds zu 30 Prozent in Aktien investiert, sammelte abgestürzte chinesische Papiere und andere Schwellenländeraktien ein. Der Lohn: Der Carmignac Patrimoine gewann in den vergangenen zehn Jahren 136 Prozent hinzu. Der MSCI World büßte im gleichen Zeitraum rund ein Drittel an Wert ein.
Kein Wunder, dass Carmignacs Fonds inzwischen zu den Bestsellern bei deutschen Direktbanken und Vermittlern gehören. Deutschland ist für die Gesellschaft derzeit der wichtigste Markt. Das Volumen seiner Fonds hat sich seit 2002 fast in jedem Jahr verdoppelt. Im Frühjahr wählten die Leser von Börse Online Carmignac Gestion zur "Fondsgesellschaft des Jahres 2008". "Der erfahrene, langjährig erfolgreiche Manager und der solide Investmentprozess machen aus diesem Fonds ein herausragendes Anlage-produkt", heißt es bei der Ratingagentur Morningstar zum Aktienfonds Carmignac Investissement, der seit seiner Auflage 1989 um durchschnittlich 11,2 Prozent pro Jahr zulegte und damit sechsmal so stark wie der Schnitt der Aktien weltweit.
Den Grundstein für den Erfolg der Fonds der inzwischen auf mehr als 130 Mitarbeiter gewachsenen Gesellschaft legte Carmignac mit einer Reihe zuvor geradezu unerhörter Maßnahmen: Statt der relativen steht für ihn die absolute Kursentwicklung im Vordergrund. "Wir möchten den Wert des Vermögens schützen, wenn die Börsen in lang anhaltende Baisse-phasen eintreten", erklärt der Manager in seinem Monatsbericht.
Gleichbehandlung von Kleinsparer und Großbank
Von anderen Fondsgesellschaften setzt sich Carmignac auch durch das urfranzösische Prinzip der Gleichheit ab: Im Hinblick auf Gebühren und Transparenz behandelt er alle Anleger gleich, egal, ob Kleinsparer aus der Provinz oder Großbank in Paris. Alle können quartalsweise sämtliche Positionen und Transaktionen des Fonds samt Begründungen des Managements nachlesen. Und noch etwas unterscheidet den erfolgreichen Franzosen von seinen Wettbewerbern: Er hält mit seiner Meinung selten hinter dem Berg, wenn es etwa um verkrustete Strukturen im Fondsvertrieb oder Unzulänglichkeiten der Notenbanken geht. Nicht alle schätzen das.
Carmignac stört das nicht. Schon der Sitz der Gesellschaft in Paris strahlt Selbstbewusstsein aus: Mitten im Designerviertel direkt am Place Vendôme, neben dem Edeljuwelier Van Cleef & Arpels, liegen die Büros ab dem dritten Stock aufwärts, mit Blick auf den Eiffelturm, viel Edelholz und einer Menge Kunst an der Wand wie einem Porträt von Mao. Auf einer Kommode steht das Foto, auf dem die Queen dem passionierten Polospieler Carmignac einen Pokal überreicht. Zu Gesprächen lädt Carmignac gern ins Ritz gegenüber. Einen solchen Auftritt kann sich nur leisten, wer für die Gebühren seiner Anleger stets Außerordentliches leistet.
Teil 4: Dreh- und Angelpunkt sind die Babyboomer
Dann sehen Investoren auch über kleinere Makel hinweg - etwa darüber, dass für die größten Fonds neben der Mana-gementgebühr auf Fondsebene zusätzlich auch eine Umsatzprovision von bis zu 0,4 Prozent pro Transaktion anfällt. Oder darüber, dass die Gesellschaft stark von Carmignac selbst abhängig ist. Kann eine Persönlichkeit wie er Entscheidungen auch einmal delegieren, zumal er verantwortlich ist für die beiden größten Fonds Patrimoine und Investissement? "Natürlich", beteuert er und verweist auf ein Team von zwölf Fondsmanagern. "Ich verbringe weniger Zeit im Büro als früher. Allerdings können Sie nicht nur morgens hereinkommen und sagen: Hallo Leute, ist alles in Ordnung?‘ Entweder ist man drin - oder eben nicht."
Um seine Gesellschaft auch künftig wettbewerbsfähig zu halten, beschäftigt sich Carmignac mit Investmentlösungen der Zukunft. Dreh- und Angelpunkt seiner Überlegungen sind die Babyboomer: Das Ende ihres Konsum- und Anlagerauschs hätte die Hausse an den Aktienmärkten eigentlich schon vor dem Jahr 2000 stoppen müssen, ist Carmignac überzeugt. Die laxe Politik der Notenbanken habe den Boom aber künstlich bis weit in das laufende Jahrzehnt hinein verlängert. Nun müssten sich Anleger auf dauerhaft niedrigere Renditen einstellen. "Die Demografie, die alternde Gesellschaft wird auch die Fondslandschaft verändern. Der Trend geht zu risikoaversen Produkten", ist Carmignac überzeugt.
Und dass sich die Maßnahmen der Notenbanken - mit Leitzinsen von nahezu null Prozent und einer Tendenz zur Abwertung bei vielen Währungen - auch nutzen lassen, verrät ein Blick in das Innere seiner Fonds. Carmignac setzt derzeit aggressiv auf Goldminenaktien. Seiner Einschätzung nach ist hier das Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung und dem Wert der Reserven derzeit historisch günstig.
Vita
Edouard Carmignac wurde 1947 in Paris geboren und studierte Volks- und Betriebswirtschaft. 1976 wird der gelernte Börsenhändler stellvertretender Abteilungsleiter bei der Banque de la Société Financière Européenne. Nach Stationen in New York und Paris steigt der passionierte Polospieler 1984 bei der Brokergesellschaft Hamant & Cie ein und baut deren Fondsgeschäft auf. 1989 gründet er die Investmentboutique Carmignac Gestion, die heute in 19 Fonds insgesamt 22 Milliarden Euro verwaltet. Sie beschäftigt mehr als 130 Mitarbeiter. Carmignac hat weiterhin erheblichen Anteil an der Anlagestrategie der Fonds.
Marburg, 17. August 2009
Der DWS Vorsorge Dachfonds hat seit Auflegung über 10 Prozent Mehrwert gegenüber dem MSCI-Welt erzielt“, erklärte dazu Ferdinand Haas, Leiter Strukturierte Lösungen bei der DWS, in einer Vorabmeldung von Fonds professionell.
„Unser I-CPPI hat sich in der Jahrhundertkrise bewährt“, ergänzt Breiting. „Unsere Kunden sind aktuell im Schnitt zu 92 Prozent in Aktien investiert und profitieren nahezu vollständig von der Kurserholung an den Aktienmärkten.“ Er führt den Erfolg auf das überlegene Investmentmodell zurück.
Marburg, 10. August 2009
Kümmern und richtig diversifizieren lautet einmal mehr das Motto.
"Wer sich in Deutschland aktiv um seine Altersvorsorge kümmert, kann im Alter seinen Lebensstandard erhalten", lautet die beruhigende Zwischenbilanz von Professor Bernd Raffelhüschen. Der Rentenexperte hat im Auftrag von Union Investment erstmals einen detaillierten Vorsorgeatlas für Deutschland erstellt.
Raffelhüschens Institut hat errechnet, dass 9,2 Millionen Deutsche dank der Kombination von gesetzlicher und privater Vorsorge im Alter über mindestens 60 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens verfügen können. Das sind 56 Prozent der Erwerbstätigen, für die der Lebensabend gesichert sei. Die schlechte Nachricht: Für 44 Prozent der Erwerbstätigen besteht erheblicher Vorsorgebedarf. "Die Gesetzliche Rentenversicherung alleine reicht für den Großteil der Bundesbürger bei weitem nicht aus, den Lebensstandard im Alter zu halten", warnt Raffelhüschen.
Gerade Bewohner einkommensstarker Regionen müssen privat vorsorgen
Der Vorsorgeatlas zeigt gnadenlos auf, dass gerade die Bewohner einkommensstarker Regionen wie München, Stuttgart oder Hamburg die private Vorsorge vernachlässigen. Sie verdienen gut, zahlen aber nur bis zur gesetzlichen Obergrenze in die Staatsrente ein. Der Lebensstandard ist sehr hoch, die Rente wird hingegen relativ gering ausfallen. Wer der Gefahr der Altersarmut entgehen will, muss auch privat Vorsorgen und sollte dabei keineswegs die Aktienanlage ausblenden, wie Union-Investment-Vorstand Hans Joachim Reinke betont.
Die Studie komplett: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640519,00.html
Marburg, 25. Juni 2009
Über 20 Teilnehmer verfolgten interessiert unser Seminar zum Thema „Erben und Schenken“. Hier hat der Gesetzgeber Änderungen des Erbschaft-/Schenkungssteuerrechts zum 01. Januar 2009 in Kraft gesetzt.
Informationsbedarf besteht nun insbesondere bei
Klarheit brachten die Referenten
und im Rahmen der Gespräche mit Herrn Dipl.-Kaufmann Ulrich Froemel natürlich auch ein Steuerberater.
Lesen Sie dazu auch eine Nachbetrachtung zum Seminar (PDF).
Marburg, 24. Juni 2009
Eher optimistisch waren unsere Prognosen für 2009 beim letzten AnlegerSeminar. Die Ergebnisse unserer Investmentdepots bestätigen uns, sie liegen zwischen 4-10% im Plus.
Die beste Anlage des Finanzkrisenjahres 2008 - Festgeld - bringt derzeit weniger als 1%. Mittlerweile scheinen die Konjunkturprogramme Wirkung zu zeigen und die Gefahr für die Zukunft liegt eher in der Inflation als in einer Deflation.
Was bedeutet das für Ihre Geldanlagen?
Stabile Alternativen können einen Ausweg zeigen. Dies stellen wir Ihnen anhand von drei konkreten Produkten vor.
1. Gereifte Qualität aus Frankreich – der Carmignac Patrimoine.
Plus 12% im laufenden Jahr und fast 500% in den letzten 20 Jahren sind beeindruckende Ergebnisse dieses Fonds. Eduard Carmignac paart lange Erfahrung mit einer hohen Sensibilität für Risiken. Letztere vermeidet er – 2008 lag er gegen den Trend im Plus. Seine Kunst liegt in der Mischung zwischen Geld, Rente, Gold und Aktie.
In unseren Anlagekonzepten ist der Fonds eine der größten Positionen.

2. Gutes Gewissen und solide Erträge

Ein erfolgreiches Konzept gegen Armut entwickelte der Nobelpreisträger Muhammad Yunus mit der Vergabe von Mikrokrediten.
Die Erträge der Anlageklasse Microfinance waren auch in der Finanzkrise stabil.
Über einen Fonds können Sie daran partizipieren. Komfortabel und mit Summen ab 1.000 € sind Sie über den Wallberg Global Microfinance Fund dabei. Die Zielsetzung für den Anleger liegt bei 5-6% Ertrag pro Jahr.
3. Beste Immobilien – aber bitte Global
Immobilien stellen eine solide Absicherung gegen Inflation dar. Leider sind mit einer Immobilie oft eigene Arbeit oder Kosten für die Verwaltung und Vermietung verbunden. Außerdem besteht das Risiko viel Kapital an einem Ort investiert zu haben. Eine Alternative bietet sich in einem global diversifizierten Immobilienportfolio an – Real Value statt gedrucktem Papier. Eine unserer Empfehlungen ist der Star Value, der mit den besten Immobilieninvestoren der Welt arbeitet.

Marburg, 6. April 2009
Die panikartige Verschlechterung der wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit in den letzten Monaten kann nicht alleine aufgrund eines natürlichen Rückgangs der Nachfrage hervorgerufen worden sein. Vielmehr wurde dieser vom Grundsatz erwartbare Vorgang durch die Kreditkrise in außerordentlichem Maße verstärkt. Unter diesen Bedingungen hatten wir mit einer möglichen Wende gerechnet, sobald sich erste Anzeichen einer Normalisierung an den Kreditmärkten zeigen würde. Auch wenn sich aktuell die Weltwirtschaft weiter abschwächt, können wir konstatieren, dass diese Wende inzwischen stattgefunden hat und der Tiefpunkt des Abschwungs hinter uns liegt. Eine Normalisierung an den Kreditmärkten sowie positive Frühindikatoren insbesondere in den USA geben Anlass zu leichtem Optimismus.
Der Einbruch der Industrieproduktion in den USA war so heftig ausgefallen, dass er den Rückgang des Konsums deutlich übertraf – und das trotz einer spürbar steigenden Sparquote der Amerikaner (5% des BIP, vor der Krise lag diese bei 0% - zum Vergleich Deutschland mit 11%). Begünstigt wurde dies durch das starke Sinken der Inflationsrate, die dafür sorgte, dass der Konsumrückgang schwächer als erwartet ausfiel. Die Gebrauchsgüterbestellungen haben sich erstmals im Februar wieder erholt. Ebenso ist der Verkauf von Häusern seit Februar wieder angestiegen.
Erholung der Weltwirtschaft in Sicht
Der binnen Jahresfrist um mehr als 95% gefallende Frachtratenindex hat sich inzwischen wieder erholt und beweist, dass der Welthandel zu steigen beginnt. Belege hierfür findet man in dem sehr aussagekräftigen Wachstum der koreanischen Exportindustrie ebenso wie im Rückgang der Kupfervorräte, einem der wichtigsten Industriemetalle.
Aus dem überaus starken Einschreiten der Zentralbanken und der öffentlichen Hand sind zwischenzeitlich erste Früchte zu erkennen. Die Kreditmärkte bauen dank des Geithner-Plans (Bad Bank Konzept) und der Einigkeit des G20 Gipfels ihr Mistrauen langsam ab. Der Geldumlauf belebt sich langsam wieder – ein Zeichen dafür, dass die Gefahr einer Deflation mit eventuell verheerenden Folgen für Konsum und Investition wieder abnimmt
Langfristproblem: Rückführung der Verschuldung
Die Rückführung der Fremdverschuldung in der globalen Wirtschaft wird dennoch ein langwieriger Prozess. Derzeit konstatieren wir eine Verlagerung der Verschuldung vom privaten auf den öffentlichen Sektor. Auch wenn die Explosion der Staatsdefizite kurzfristig ohne Alternative war, um den Brand zu löschen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln, so wird sie sich trotzdem unweigerlich negativ auf die Erholung der Wirtschaft in den kommenden Jahren auswirken. Ob das befürchtete Inflationsgespenst nach Ende der Krise mit Macht zurückkehrt oder die Welt langfristig in der Deflationsspirale bleibt ist noch nicht entschieden. Dies hängt zum einen von den Reaktionen der Entscheidungsträger in Politik und Zentralbank ab, zum anderen davon, ob es gelingt die Banken nachhaltig von ihren toxischen Papieren zu entlasten, ohne die Steuerzahler massiv zu belasten.
Stärkung der Schwellenländer
Die Finanzkrise hat zahlreiche tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht. Unter anderem trägt sie dazu bei, die relative Position der Schwellenländer deutlich zu stärken, was für den Anleger von größtem Interesse ist. Die Rückführung der übermäßigen Verschuldung der entwickelten Länder wird deren Wachstum nachhaltig bremsen. Das Potential der Schwellenländer wird dagegen wegen des hier niedrigen Verschuldungsgrades davon unberührt bleiben. Auch die Nachfrage und damit die Preise der Rohstoffe dürften sich nach der jüngsten Wachstumsprognose der Chinesen, die 8% in 2009 erwarten, wieder erhöhen.
Marburg, im April 2009 - Hartmut Leinweber
Marburg, 13. Oktober 2008
"Die meisten Leute interessieren sich nur für Aktien, wenn alle anderen es tun. Die beste Zeit ist aber, wenn sich niemand für Aktien interessiert."
Warren Buffett, erfolgreichster Investor der Welt
Marburg, 22. März 2008
Kassandra, die Tochter des trojanischen Königs Priamos, warnte die Trojaner vergebens vor dem Trojanischen Pferd und der Hinterlist der Griechen, so dass Troja unterging. Trojanische Pferde reiten uns heute in Form undurchsichtiger Strukturen der internationalen Banken- und Finanzszene entgegen. Und auch heute ist Kassandra wieder zu hören, die vor dem Zusammenbruch des Welt-Finanzsystems warnt. Derartige Warnungen sind von Crashpropheten in fast allen Abschwungphasen (Baisse) der Aktienmärkte zu hören. Sollte also das Welt-Finanzsystem wirklich zusammenbrechen, dürfte es völlig gleichgültig, wo Sie Ihr Geld angelegt haben, es wird nichts mehr Wert sein. Trotz der sehr ernsten Strukturkrisen, gehen wir nicht vom Untergang aus.
Im Gegensatz dazu sehen wir in den nächsten Wochen und Monaten sehr gute Möglichkeiten zu Niedrigstpreisen in die Aktienmärkte einzusteigen. Im Gegensatz zum Jahrhundert-Crash 2000 ff. liegen die Aktienkursbewertungen im Verhältnis zum Gewinn nur halb so hoch wie in 2000 und befinden sich auf historischem Tiefststand. Insoweit dürfte eine lang anhaltende Baisse wie zuletzt sehr unwahrscheinlich sein. Aktienmärkte drehen in der Regel deutlich vor dem tatsächlichen konjunkturellen Tiefststand der Volkswirtschaften (ca. 6 bis 12 Monate). Derzeit preisen die Märkte die Rezession in USA schon ein und sind zusätzlich verunsichert über das Ausmaß der noch nicht offen gelegten Abschreibungen der Investmentbanken. Solange Unsicherheit vorhanden ist, können die Märkte nicht drehen.
Die Langfristentwicklung an den Weltbörsen spricht hingegen für einen baldigen Stimmungswechsel an den Finanzmärkten, dies zeigt die u.a. Analyse der Hausse- und Baissephasen des Weltaktien-Index seit 1970. Danach müsste die seit 10 Monaten anhaltende Korrekturphase, im Fachjargon Baisse genannt, einem baldigen Ende entgegen gehen. In den vergangenen 38 Jahren dauerten Baisses im Schnitt 13 Monate. Die längste Baisse folgte auf das Platzen der Internetblase von 2000 bis 2003, als es 36 Monate brauchte, bis es an den Weltbörsen wieder aufwärts ging. Im Gegensatz dazu hielten die Hausse-Phasen im Durchschnitt 52 Monate und damit vier Mal so lange. Außerdem waren sie für Anleger ausgesprochen attraktiv: Im Schnitt bescherten sie ein Plus von 115 Prozent. Baisse-Phasen brachten dagegen lediglich ein durchschnittliches Minus von knapp 31 Prozent.

Ableiten lässt sich aus der Untersuchung nicht, dass in drei Monaten die Baisse vorbei ist, den Zeitpunkt kennen wir natürlich nicht. Vielmehr sollte man sich in Baisse-Phasen nicht verunsichern lassen, sondern das Gegenteil von dem tun, was der Bauch sagt und was vermeintlich vernünftig erscheint, nämlich kaufen statt verkaufen. Viele Untersuchungen zeigen, das Anleger überwiegend auf das falsche Pferd setzen – bei guter Stimmung und Höchstkursen wird der Markteinstieg probiert, bei schlechter Stimmung und Tiefstkursen wird verkauft.
Unser Rat lautet: Steigen Sie sukzessive in Aktienfonds ein und bleiben Sie langfristig dabei.
Marburg, 23. Januar 2008
Nachdem die Börsianer in den letzten Tagen im wesentlichen mit der rechten Gehirnhälfte tätig waren und von Gier auf Angst umgeschaltet hatten, versuchen wir im folgenden auch die für die Ratio zuständige linke Gehirnhälfte zu aktivieren und die Marktlage fundamental zu analysieren. Ungeachtet der jüngsten Stabilisierungsbemühungen an den Märkten, ist keineswegs ausgemacht, dass die Emotionen schon ausgestanden sind.
Vor Betrachtung der Fakten schauen wir uns doch noch ein emotionales Element an und analysieren mit den Experten der Credit Suisse die 10 Verkaufswellen an den Börsen seit 1982. Demnach haben die Kurse in den drei Monaten bis zur Panik meist deutlich verloren, in den USA 8,4 und in Deutschland im Schnitt 13 Prozent. Mit Blick auf die seit Herbst eingetretenen Kursrückgänge sind die Märkte am Montag an diesem Panikpunkt angelangt. Die Geschichte lehrt, dass die Kurse in der Regel in der Panik weitere 10 bis 18 Prozent nachgeben, auch dieses Szenario ist in etwa realisiert. Im ersten Monat nach der Panik brechen die Kurse nicht mehr deutlich ein, um sich dann anschließend zu erholen. In den drei Monaten nach der Panik schnellten die Aktienkurse zwischen 13 und 15 Prozent in die Höhe, in den folgenden zwölf Monaten sogar um mehr als 20 bis 25 Prozent. So zumindest die Statistik der Vergangenheit.
Marburg, 5. Oktober 2007
Das dritte Quartal war von Turbulenzen an den Aktien- und Rentenmärkten weltweit geprägt. Die Märkte haben sich aber von den im Laufe des Quartals erreichten Tiefstständen wieder deutlich erholt. Der Hauptgrund hierfür war die Zinssenkung der amerikanischen Notenbank um 0,5 % und das klare Signal aller Notenbanken weltweit, dass man den derzeitigen Gefahren an den Kreditmärkten nicht tatenlos zusehen wird.
Turbulenzen an den Kreditmärkten
Das dritte Quartal stand ganz im Zeichen turbulenter Kreditmärkte. Ausgangspunkt war der Immobilienmarkt in den USA. Viele amerikanische Verbraucher sind hoch verschuldet und können nur noch schwierig ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der derzeitige Rückgang der Preise für Wohnimmobilien lässt das Vermögen zusätzlich schrumpfen, so dass es zu Zwangsverkäufen kommt. Für die Banken bedeutete dies, dass die Ausfallraten für ihre Hypotheken- und Konsumentenkrediten deutlich stiegen. Banken sind deshalb bei der Vergabe neuer Kredite deutlich vorsichtiger geworden und verlangen gleichzeitig auch eine höhere Verzinsung als bisher. Zur negativen Überraschung vieler Marktteilnehmer stellte sich heraus, dass mehr Geldinstitute von den Problemen in den USA betroffen waren als erwartet. Ein prominentes Beispiel in Deutschland war die IKB Bank. Die geringe Transparenz darüber, welches Kreditinstitut wie stark von der Schulden- und Immobilienproblematik in den USA betroffen ist, führte dazu, dass alle Marktteilnehmer extrem vorsichtig geworden sind.
US Wirtschaft angeschlagen, Weltwirtschaft stabil
Die Konsumfreudigkeit der Amerikaner ist ein sehr wichtiger Wachstumsfaktor für die US-Wirtschaft und damit auch für die Weltwirtschaft. Sollte US-Verbraucher weniger Geld für den privaten Konsum ausgeben, weil sie zu hoch verschuldet sind, dann könnte dies sogar bedeuten, dass die USA in eine Rezession geraten. Dies hätte wiederum negative Auswirkungen auf Unternehmensgewinne und auch auf die Bonität, also die Kreditwürdigkeit, vieler Unternehmen. Erfreulicherweise konnte bisher aber noch nicht festgestellt werden, dass die Weltwirtschaft unter der US-Schwäche deutlich leidet. Insbesondere Europa und Asien weisen weiterhin robustes bis kräftiges Wachstum aus. Eine nachhaltige Schwäche der US-Konjunktur birgt aber weiterhin Risiken für die Weltwirtschaft.
Zinssenkungen – die deutliche Antwort
Die amerikanische Notenbank will nicht das Risiko eingehen, dass die USA in eine Rezession geraten und sich die Schuldenkrise ausweitet. Daher setzte man ein sehr deutliches Signal, in dem man die Leitzinsen um 0,5 % senkte. Bei einer weiteren Verschlechterung der Lage sollte mit weiteren Zinssenkungen gerechnet werden. Der deutliche Zinsschritt in den USA führt dazu, dass die Kurse Staatsanleihen bester Bonität gestiegen sind. Zinssenkungen sind aber auch für Aktien positiv zu bewerten. Denn bei fallenden Zinsen werden Aktien relativ zu einer festverzinslichen Anlage wieder attraktiver. Niedrigere Zinsen rechtfertigen also höhere Bewertungen von Aktien. Damit ist auch zu erklären, dass Aktienkurse in Folge der US-Zinssenkung deutlich gestiegen sind.
Fazit und Ausblick
Die Welt schaut auf die USA und die dortige Entwicklung. Die Gefahr, dass durch weitere negative Meldungen für die Kreditmärkte die USA evtl. sogar in eine Rezession gleiten könnten, ist durch das energische Einschreiten der Notenbanken deutlich abgemildert worden. Die Schwankungsbreite der Märkte dürfte zwar weiter recht hoch bleiben, gleichzeitig sollten sich langfristig ausgerichtete Investoren durch Schwächephasen nicht verunsichern lassen. Die Bewertungen an den Aktienmärkten sind nämlich durchaus als attraktiv einzustufen.
Marburg, 6. August 2007
Seit Mitte Juli befinden sich die internationalen Kapitalmärkte in Schwierigkeiten. Sorgen um eine globale Kreditblase verursacht durch viele zu leichtfertig vergebene Immobilienkredite an amerikanische Verbraucher wurden von den Anlegern zum Anlass genommen, die Aktienmärkte auf Talfahrt zu schicken. Damit ist das in der jüngsten Investment-News angesprochene Szenario einer Housing-Bubble durch unkontrollierte Vergabe von risikoreichen Krediten in den USA sehr schnell Wirklichkeit geworden.
Wem bislang noch nicht klar war, wie im Zeitalter der Globalisierung Kettenreaktionen entstehen können, der weiß spätestens nach dem Debakel der deutschen IKB, dass es kaum noch Ereignisse an den Finanzmärkten gibt, welche man als singulär betrachten kann. So ist also in Form von Verbriefungen die Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt endgültig auch in Europa angekommen. Auch die Schließung der ABS-Fonds der Union und der Frankfurt Trust, ebenfalls als Folge der Krise am amerikanischen Markt für zweitklassige Hypothekenkredite, ist keine vertrauensbildende Maßnahme.
Wir sind für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte durchaus zuversichtlich und betrachten die derzeitige Situation als eine Zwischenkorrektur. Ungeachtet gelegentlich heftiger Kursturbulenzen, vollzieht sich die langfristige Marktentwicklung immer entlang der Bewertungen der Unternehmensgewinne. Und diese sind weiterhin und jetzt erst recht sehr stabil. Es gibt derzeit keine günstigere Assetklasse als Aktien. Deren Gewinnrendite liegt aktuell bei fast 9%, die von Anleihen nur bei gut 4%.
Selbstverständlich lassen wir nicht außer acht, dass an der Börse aus Korrekturen schnell auch Übertreibungen werden können. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir mit unserer Ausrichtung auf Papiere erstklassiger Schuldner im Rentenbereich sowie günstig bewerteter Unternehmen auf der Aktienseite langfristig stabile Renditen für unsere Anleger erwirtschaften werden.
Selbst bei einer Gewinnrevision der Unternehmen von 10 bis 15% in 2008 wären die meisten Aktienmärkte immer noch vergleichsweise günstig bewertet. Wir glauben, dass der Zeitpunkt näher rückt, das Gegenteil von dem zu tun, was der panische Anleger derzeit tun möchte. Wir sehen nach einer Marktberuhigung günstige Einstiegschancen.
Grundlage dieser Einschätzung ist die vermutlich relativ geringe reale Auswirkung auf die Konjunktur. Diese hat u.a. der US-Think-Tank "Stratfor" untersucht und eine Quantifizierung der realen Risiken vorgenommen. Bitte öffnen Sie dazu die PDF-Datei.
Marburg, 19. Juli 2007
Aktienmärkte sind auch in den vergangenen Wochen und Monaten weltweit weiter gestiegen. An den Rentenmärkten stiegen dagegen die Inflationssorgen, was zu Kursrückgängen und steigenden Zinsen führte.
| Lokale Währung | € Basis | |
|---|---|---|
| DAX | 21,10 | 21,10 |
| S&P500 | 9,10 | 4,30 |
| DJ EURO STOXX 50 | 9,70 | 9,70 |
| NIKKEI | 5,20 | -0,20 |
| Hand Senq | 15,30 | 9,60 |
| Nasdaq 100 | 12,60 | 7,70 |
| FTSE 100 | 6,70 | 7,00 |
| MSCI Emerging Markets | 24,40 | 18,90 |
| MSCI World | 10,80 | 6,00 |
| REX Rentenindex | -0,80 | -0,80 |
Ein Großteil der Kursgewinne an den Aktienmärkten war auf Umschichtungen von Renten in Aktien zurückzuführen. Hierfür zeigten sich zwei Faktoren verantwortlich:
(1) Inflationssorgen wegen des Wachstums in den Schwellenländern
An den Rentenmärkten herrschte in der in den ersten Monaten des Jahres noch die Erwartung vor, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2007 Zinssenkungen in den USA geben werde, um der US-Wirtschaftsabschwächung zu begegnen. Mittlerweile erwartet der Markt keine solche Zinsschritte mehr. Stattdessen machen sich erste Marktteilnehmer darüber Gedanken, ob es evtl. sogar zu Zinserhöhungen kommen könnte. Die Gründe hierfür sind:
Die US-Notenbank betrachtet neben den genannten Faktoren aber natürlich auch weiterhin die einheimischen Wirtschaftsdaten wie z.B. die Kerninflationsrate (misst den grundlegenden Inflationstrend ohne temporäre Einflüsse durch stark schwankende Wirtschaftsgüter wie Energiepreise oder Rohlebensmittel). Die jüngsten Wirtschaftsdaten in den USA deuten insgesamt weder auf einen starken Anstieg der Inflation noch auf eine Entwarnung hin.
(2) Stabiles wirtschaftliches Wachstum trotz US-Immobilienkrise
Das wirtschaftliche Umfeld in den USA zeichnet sich weiterhin durch eine niedrige Arbeitslosigkeit, moderate Lohnsteigerungen und einen nach wie vor robusten Konsum aus. Somit gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Probleme am Immobilienmarkt die Wirtschaft in eine Rezession zwingen. Wir haben bereits im letzten Marktbericht ausdrücklich auf die Risiken hingewiesen, dass es hier noch zu negativen Überraschungen kommen kann. Sollten sich unsere Befürchtungen bzgl. der vorhandenen Rezessionsrisiken bewahrheiten, würden Inflationssorgen sicherlich in den Hintergrund treten. Bei einer Fortsetzung der aktuellen Entwicklung dürften Inflationssorgen aber Bestand behalten, gleichzeitig werden sich dann aber auch die Unternehmensgewinne robust entwickeln.
mehr in den Investment News II 2007...
Marburg, 1. November 2006
Die Sparer-Freibeträge werden von den Banken im neuen Jahr automatisch gekürzt, sofern der Anleger von sich aus keine neuen Freistellungsaufträge für seine Konten erteilt. Darauf hat der Bundesverband deutscher Banken jetzt in Berlin hingewiesen. Zum 1.Januar 2007 sinkt der Freibetrag für Kapitalerträge für Alleinstehende auf 750€, für verheiratete auf 1500 € jährlich. Bislang waren des 2370/2740 €. Der Werbekostenpauschbetrag in Höhe von 51 € pro Person bleibt aber unverändert.
Der maximale Freibetrag liegt also für Alleinstehende bei 801 €, für Ehepartner mit gemeinsamer steuerlicher Veranlagung bei 1602 €. Kommen Sie zu uns. Wir prüfen, wie Sie ihre bisherigen Aufträge am Besten anpassen. Werden Sie nicht selbst aktiv, reduzieren die Kreditinstitute grundsätzlich auf 56,37 % des bislang freigestellten Betrages.
Marburg, 5. Juni 2006
Sonnige drei Jahre und zwei Monate lagen hinter uns. Egal in was wir investierten – es lief. Wir hatten uns daran gewöhnt, die Börse als Einbahnstrasse zu betrachten und dann diese Enttäuschung im Mai. 10% verliert der DAX und im nahen und fernen Osten sieht es mit bis zu Minus 30% noch schlimmer aus. Selbst das vermeintlich sichere Gold rutscht 15% ab.
Wir sind auf den Hund gekommen!
Das war der mittelalterliche Ausdruck für eine extreme Knappheit in der Holztruhe, in der man Geld aufbewahrte. Den Boden dieser Truhe zierte das Bild eines Hundes. Sobald der sichtbar wurde, begann die Situation ernst zu werden.
Psychologisch scheint dies gerade für viele Anleger der Fall zu sein. Die Erfahrung des Crash ab März 2000 wirken noch leicht traumatisierend nach.
Faktisch ist es eher so, dass die Truhe mal geschüttelt werden muss, um überhaupt neue Erträge fassen zu können. Nach drei hervorragenden Börsenjahren normalisiert sich die rasante Gewinnsituation der Fonds. Der DAX verzeichnet nach der aktuellen Korrektur immer noch ein Plus von über 100%, Osteuropa hat fast 200% zugelegt und auch die heftig abgestürzte Türkei landet in den Fonds bei einem Plus jenseits von 140 % auf drei Jahre.
Über alle 5767 Fonds gemittelt haben wir 12,9% allein in den letzten 12 Monaten verdient. Die von uns betreuten Depots sind idR deutlich erfolgreicher gelaufen.
Was ist passiert im Mai 2006?
Eigentlich nichts. Die Zinsen steigen noch etwas, die Inflation kommt noch ein bisschen zurück, die Terrorgefahr hält sich und der Irankonflikt köchelt weiter auf kleiner Flamme. Letzteres hält den Ölpreis hoch, gut für das wirtschaftlich und politisch klamme Mullahregime, nicht so gut für uns Ölverbraucher.
Geändert hat sich der Blickwinkel der Anleger und man hat erst mal Kasse gemacht. Damit haben wir jetzt eher günstig bewertete Börsen.
Und die Bewertungen motivieren zum Einstieg
Das KGV im DAX liegt bei unter 13 und ist so günstig wie selten in den letzten Jahren (s. Chart). Für viele andere Börsen gilt die günstige Bewertung ebenfalls, die Gewinnsituation der Unternehmen stellt sich nämlich oft glänzend dar.

Unser Tipp: Solange Ihr Hund in der liquiden Geldkiste noch nicht sichtbar ist, bieten die kommenden Wochen bei schwankenden Kursen die Möglichkeit viele Werte zehn, zwanzig oder fünfundzwanzig Prozent günstiger zu kaufen als vor zwei Monaten. Fundamental hat sich nämlich nichts geändert und sobald sich die Sicht der Investoren klärt, dürften die mitgenommenen Gewinne wieder investiert werden. Allerdings wird der Weg nach oben weniger steil und in häufigeren "Auf und Ab's" verlaufen.
Marburg, 19. April 2006
Lohnt sich die Riester-Rente? – Eine Frage, die Sie sich in den letzten Monaten sicher schon mehr als einmal gestellt haben. Geld vom Staat klingt interessant – aber wie sind die Konditionen? Was springt für den Einzelnen genau heraus? Eines vorweg: Für fast alle Personengruppen ist die Riester-Rente ein äußerst lukratives Geschäft.
Nachfolgende Beispiele werden Sie überzeugen:
Marburg, 8. Februar 2006
Einer ots-Meldung zufolge lässt nahezu jeder zweite Deutsche seine Angehörigen mit dem Risiko finanziell in Not zu geraten allein. Zu diesem Ergebnis kommt der "Kundenkompass Armutsrisiken" der Finanzdienstleistungsgruppe Delta Lloyd und des F.A.Z.-Instituts.
Festverzinsliche Spareinlagen am beliebtesten
Diejenigen, die für nahe Angehörige Risikovorsorge betreiben, setzen demnach auf festverzinsliche Sparanlagen (30,8 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen die Vorsorgeprodukte Kapitallebensversicherung (18.6 Prozent) und Immobilienkauf (16,8 Prozent). Investmentfonds (11,9 Prozent) sind gerade als langfristige Rücklage für die eigenen Kinder beliebt. Damit liegen Produkte mit höheren Anlagerisiko in der Gunst der Befragten noch vor der Vorbereitung einer Erbschaft (11 Prozent). Nur die Besserverdienenden mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 4.000 Euro planen den Übergang des eigenen Vermögens an nahe Verwandte systematisch. Sieben Prozent der Bürger sehen sich außer Stande für Angehörige vorzusorgen, so die Studie.
Mit Eintritt in den Ruhestand geht Vorsorgebereitschaft zurück
Die größte Bereitschaft für Angehörige vorzusorgen, besteht unter den 30 bis 59-Jährigen, heißt es weiter. Fast zwei Drittel dieser Altersgruppe übernehmen Verantwortung für den persönlichen Anhang und sichern diesen finanziell ab. Auch ein gutes Viertel der Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren kümmert sich um die Risikovorsorge für nahe Angehörige. Für den eigenen Notfall spielen bei sieben von zehn allerdings keine der vorgegebenen Vorsorgemöglichkeiten eine Rolle. In der zweiten Lebenshälfte geht die Vorsorgebereitschaft für die Lieben wieder zurück. Die Verantwortungsträger selbst treten laut Studie in den Ruhestand und verfügen nur noch über einen Bruchteil ihrer Bezüge. Für die Vorsorge für Angehörige bleibt nicht viel Geld übrig.
Ein Blick auf den Familienstand zeigt, die Mehrzahl der Alleinstehenden (77 Prozent) fühlt sich nicht verantwortlich für andere Personen. Auch mit einer festen Beziehung nimmt das Verantwortungsgefühl für nahe stehende Menschen nur geringfügig zu. Lediglich 38 Prozent der Deutschen, die in festen Partnerschaften leben, legen Geld für nahe stehende Personen zurück. Mit dem Trauschein ändert sich die Situation. 63 Prozent der Verheirateten sichern ihre Angehörigen gegen Lebensrisiken ab. Allerdings betreiben drei von zehn verheirateten Befragten die Vorsorge nicht über die vorgegebenen Vorsorgewege. 5,8 Prozent der Eheleute sehen sich gar nicht in der Lage Geld für ihre Angehörigen anzusparen.
Vorsorge gegen Armutsrisiken von Angehörigen:
Festverzinsliche Sparanlagen: 30,6 Prozent
Kapitallebensversicherungen: 18,6 Prozent
Immobilienkauf: 16,8 Prozent
Private Versicherung gegen Lebensrisiken: 13,6 Prozent
Investmentfonds: 11,9 Prozent
Aussichten auf ein Erbe: 11,0 Prozent
Private Altersvorsorge: 10,3 Prozent
Betriebliche Altersversorgung: 7,9 Prozent
Regelmäßige finanzielle Unterstützung: 0,5 Prozent
Finanzierung einer guten Ausbildung: 0,3 Prozent
Keine der genannten Vorsorgemöglichkeiten: 41,7 Prozent
Vorsorge ist nicht möglich: 6,9 Prozent
Weiß nicht/keine Angabe: 5,5 Prozent
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Für den "Kundenkompass Armutsrisiken" wurden 1.000 deutschsprachige Bürger ab 18 Jahren befragt. Die Teilnehmer repräsentieren laut Delta Lloyd und F.A.Z.-Institut einen Querschnitt der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland. Für die Studie gilt die übliche Armuts-Definition der Europäischen Union, nach der eine Person als arm gilt, der weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens im Monat zur Verfügung stehen. In Deutschland liegt diese Armutsgrenze bei 938 Euro.
Marburg, 1. August 2005
Das Ertragspotential der deutschen Sparer kann deutlich optimiert werden, so eine Untersuchung von Fidelity, der größten Fondsgesellschaft der Welt. Viele stecken in der „Sicherheitsfalle“ und werden daher Ihre langfristigen Sparziele kaum erreichen. Präferiert werden Tagesgeldkonten, Garantieprodukte, Versicherungen und andere defensive Investments. Gerade bei langfristigen Sparvorgängen zur unerlässlichen privaten Altersvorsorge können deutlich höhere Renditepotentiale erschlossen werden.
Nur 16% der Deutschen sind in Aktien investiert. Viele haben bei Höchstkursen gekauft und bei sinkenden Kursen wieder verkauft. Zudem folgten die meisten mit fast traumwandlerischer Sicherheit kurzfristigen Trends, die Ihren Zenit bereits hinter sich haben.
Anlageexperte Prof. Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen sieht einen weiteren groben Fehler. Deutsche Anleger nehmen viel zu wenige internationale Fonds ins Portfolio. Sie tendieren dazu, Titel Ihres Heimatlandes viel stärker zu gewichten (home bias) als es der Gesamtrendite des Portfolios gut tut.
Marburg, 1. Juni 2005
Die Bundesregierung hat die Einwände aus den Reihen der Anbieter von Medien- und New Energy Fonds nicht umgesetzt zu haben. Nach dem "Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen" genießen die Zeichner für die grundsätzliche Anerkennung der ursprünglich geplanten Verlustzuweisungen nur dann Vertrauensschutz, wenn erstens der Außenvertrieb des Fonds vor dem 18. März 2005 begonnen wurde und zweitens der Beitritt vor dem 5. Mai 2005 erfolgt ist. Zukünftige Verlustzuweisungen werden nur bis zu 10% anerkannt. Darüber hinausgehende Beträge können nur noch mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden.
Das im Rahmen der Senkung der Körperschaftssteuer beschlossene Gesetz muß aber noch von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.
Für das Heulen und Zähneknirschen mancher Branchenteilnehmer ist es nun zu spät.
Vielmehr ist jetzt der Zeitpunkt gekommen endlich über Konzepte nachzudenken, die ihre Rendite aus solider Wirtschaftlichkeit speisen. Den Wechsel zu solchen Konstruktionen hat die Immobilien- und Schiffsbranche bereits weitgehend vollzogen. Anstatt zu Jammern, sollten die Initiatoren betroffener Fonds diese Chance nutzen, indem sie ihre Produkte als die Assetklasse positioniert, wie sie so oft propagiert wird: solide und renditestark.
Von der Gesetzesänderung profitieren insbesondere Auslandsimmobilienfonds oder zum Teil auch Private-Equity- und Lebensversicherungsfonds, da diese generell keine Verlustzuweisungen generieren.
Rendite und Solidität hat Vorrang – Danke Hans Eichel